Gestern war ich auf der Arbeit und draussen kündigte sich ein Gewitter an. Perfektes Kopfweh-Wetter.
Dummerweise hatte keiner ne Aspirin dabei. Auch die “Brötchen-Frau” konnte mir nur mit dem Tipp weiterhelfen, am Empfang beim Haupteingang hätte man Aspirin.
Also bin ich in meiner Pause dahin gedackelt und es entspann sich folgender Dialog mit der VorzimmerEmpfangsdame:

I: Tschuldigung, habt ihr Aspirin da?
ED: Ja, aber das dürfen wir nicht rausgeben!
I: (WTF?!?) Hä? Und warum nicht?
ED: Dürfen wir nicht, weil wir ja nicht wissen wie du darauf reagierst…
I: Wie ich darauf reagiere? Also normalerweise reagiere ich auf Aspirin in der Art, dass das Kofweh verschwindet.
ED: Wir dürfen es nicht rausgeben, also -äh- haben wir kein Aspirin da.

Na herzlichen Dank.
Ich frag mich, wieso sie es dann dahaben.. Weil es sich so gut im Regal macht und so lange hält?
Bei IBU 600, Methadon, Viagra hätte ich ja noch Verständnis, aber Aspirin?!?
Zur Not mit Zettel und Unterschrift “auf eigene Gefahr” etc.

Naja. Die Kopfschmerzen sind zum Glück von alleine nach ein paar Stunden wieder abgeklungen.

Der arme Henry muss durch die gleiche Mühle, wie der Yves auch.

Polypen raus und vermutlich auch Paukenröhrchen… Am 4.8. ist die OP. Zur “Vorbereitung” musste ihm heute Blut abgenommen werden. Und genau wie Yves hat er extrem schwierige Venen.

Yves hatten sie bei seiner ersten Blutabnahme so zerstochen, dass er sehr lange daran zu knabbern hatte.

Netterweise hat unser Kinderarzt Urlaub und ich durfte mit Henry zu einer Vertretungspraxis. Danie blieb mit Yves zu hause, so lag es an mir mit Henry diese Mission durchzuziehen.

Die Arzthelferin habe ich versucht zu briefen, aber die hörte irgendwie nicht zu und hat nur so Standardantworten zurückgegeben, wie “schaffen wir schon”… “das Festhalten wird ihn am meisten ärgern” etc.

Naja, da war ich mal gespannt. Sicher war nur, dass ich ihn nicht so zerstechen lasse wie Yves und sollte es extrem werden, den Versuch abbrechen werde!!

Erstmal wurde Henry untersucht und da dämmerte es ihr anscheinend, dass ich vielleicht doch Recht haben könnte und sie rief sich “Unterstützung” über die Hausanlage bei. Dann ging es los. Zwei Frauen und ich hielten den armen Knuffel fest. “Ganz schön kräftig, der Kleine” hieß es dann.. Jepp, er muss sich ja täglich gegen einen großen Bruder behaupten!

Dann stocherten sie in seiner Armvene herum. Der Arme. Das war echt Folter! Und ergebnislos… Wie vermutet.

Henry war ziemlich panisch (natürlich nur weil er festgehalten wurde :-/ ), aber sie brachen relativ schnell ab. Nun musste eine andere Strategie her: Kind in einem Handtuch fest einwickeln (fast wie pucken) und dann in eine Kopfvene pieksen und das Blut auffangen. Das klappte.

Dann durfte ich Henry wieder anziehen und als er dann auch noch drei Gummibärchen bekam, war der Stress zum Glück schnell vergessen. Er war echt tapfer! Als die Arzthelferin dies ihm sagte, hat er das “Löwengeräusch” gemacht, also gefaucht wie ein Löwe.

Tapferer Löwe bist du, Henry.

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